Reframing: Vertrautes neu denken
Was bedeutet eigentlich Reframing?
Das Reframing wird als Methode in der systemischen Therapie und Beratung gerne eingesetzt. Dabei wird der eigenen Erzählung und dem Erlebten eine neue Bedeutung zugewiesen, in dem es in einem neuen Rahmen (frame) gesetzt wird. Dadurch gelangen Klient*innen oft zu neuen Sicht- und Handlungsweisen für ihre Probleme.
Reframing ist keine neue Erfindung. In der Literatur und Religion hat dies seit Jahrhunderten Tradition. Viele Witze spielen genau mit diesem Element der Umdeutung.

Reframings können daher oft auch mit Humor einhergehen. Das ganze lädt dann dazu ein eine gewisse Distanz zum Problem herbeizuführen und somit auch die Möglichkeit zu haben neue Lösungen für das eigene Anliegen zu finden. Denn wenn wir mit Problemen belastet sind, dann kreisen unsere Gedanken auch oft um diese. Wir fühlen uns in den Problemen gefangen und haben sozusagen eine Art Scheuklappen auf, die uns daran hindern Lösungen zu finden.
In Beratungen erlebe ich häufig, dass sich spannende Ideen ergeben, wenn wir uns fragen, welche Fähigkeiten in einem vielleicht eher störendem Verhalten stecken. Denn Fakt ist, manchmal ist ein Verhalten extrem hinderlich, aber in anderem Situationen kann das gleiche Verhalten eine enorme Ressource sein.





